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Tag Archives: juergen reiter

Welche Rolle spielt Sound bei unserer Wahrnehmung der Dinge

Manche Dinge sind unweigerlich verbunden mit Sound. Sie besitzen einen eigenen, ihnen zugehörigen Sound, oder sie können einer Soundkategorie zugeordnet werden. (z.B. eine Glocke oder ein Motorrad). Andere Dinge wiederum besitzen keinen eigenen Sound, (z.B. ein Tisch oder ein Kissen).

An der Università degli Studi di Padova haben Wissenschaftler versucht herauszufinden, welche Rolle der Sound eines Objekts in der Wahrnehmung desselben spielt.

Die Problemstellung:

1. Erkennen wir ein Objekt in zwei Schritten, nämlich indem wir es zuerst visuell nur einer bestimmten Objektkategorie wuordnen und erst in einem zweiten Schritt die typischen Eigenschaften des Objekts, inklusive Sound aktivieren, um es benennen zu können?
(Also erst sehen, dann Eigenschaften aktivieren, um es benennen zu können.)

2. Oder rufen wir alle Eigenschaften, die wir bezüglich eines Objekts gespeichert haben, sofort gleichzeitig ab? Damit wäre die visuelle Erfassung des Objekts gleichzeitig auch die Aktivierung aller damit verbundenen Eigenschaften, inklusive Sound.

Bei der Variante 2 hätte die Aktivierung von Sound, die in diesem Fall gleichzeitig mit dem visuellen Erfassen des Objekts stattfindet, eine entscheidende Bedeutung im Erkennen und Benennen eines Objekts.

Frühere Studien belegen, dass sowohl visuelle als auch akustische Informationen an der Erkennung von Objekten beteiligt sind. Wir können z.B. ein Objekt schneller identifizieren, wenn Bild und Sound des Objekts zueinander passen. Passt der Sound nicht zum Objekt (z.B. wenn wir eine Glocke sehen, aber gleichzeitig eine Autohupe hören), brauchen wir länger, um es zu erkennen und zu benennen. Dies belegt zwar, dass Sound bei der Erkennung von Objekten eine Rolle spielt, aber nicht, ob wir Sound direkt mit allen Eigenschaften eines Objekts im dem Moment abrufen, wo wir das Objekt visuell erfassen, oder eben erst nach dieser Erfassung.

32 Teilnehmer wurden vom Forscherteam in Padova also einem Test unterzogen, in welchem sie verschiedene Objekte, als Bilder präsentiert, visuell erfassen und so schnell wie möglich benennen sollten. Teils Objekte, die einen typischen Sound besitzen und teilweise Objekte, die selbst keinen eigenen Sound besitzen. Alle Objekte wurden zweimal gezeigt, wobei bei Objekten, die einen eigenen Sound besitzen, dieser durch White Noise ersetzt. Das zweite mal wurden diese Objekte ganz ohne Sound gezeigt.

Es wurden also keine objektbezogenen Sounds präsentiert, sondern Stimuli (White Noise), die das Hervorrufen dieser Sounds im Erkennungsprozess des Betrachters stören und unterbrechen sollten. Frühere Studien haben belegt, dass derartige akustische Störquellen den Vorgang, Soundinformation im Gehirn abzurufen, ausser Kraft setzten können.

Diese akustische Manipulation erlaubte es festzustellen, welche Rolle die Aktivierung von Soundvorstellungen bem Erkennen von Objekten spielt.

Einfach ausgedrückt: Aktivieren wir unsere Soundvorstellungen eines Objekts erst nachdem wir das Objekt visuell erfassen, müsste unsere Fähigkeit, ein Objekt zu benennen trotz der Störquelle White Noise (die gleichzeitig mit dem visuellen Erfassen erfolgt) unberührt bleiben. In diesem Fall wäre bewiesen, dass wir Sound erst nach dem Sehen abrufen.
Aktivieren wir Soundvorstellungen jedoch gleichzeitig mit dem visuellen Erfassen eines Objekts, müsste die Störung durch den White Noise (die ja gleichzeitig mit dem visuellen Erfassen stattfindet) unsere Fähigkeit, Objekte zu benennen sehr wohl beeinflussen.
In diesem Fall hätte die Aktivierung unserer Soundvorstellungen einen eindeutigen Anteil an der Erkennung von Objekten.

Das Ergebnis der Studie ist, dass die akustische Störung durch White Noise bedeutenden Einfluss hat auf das Erkennen von Objekten, die einen eigenen Sound besitzen.

Die Wissenschaftler der Università degli Studi di Padova kamen zu dem Schluss, dass es zwingend notwendig ist, die mit einem Objekt verbundenen akustischen Eigenschaften in unserem Gehirn zu aktivieren, um es zu erkennen und zu benennen.

Allgemein bedeutet das also, dass objektbezogene Soundeigenschaften einen Teil unserer Fähigkeit ausmacht, Objekte zu erkennen.



Research Artikel im Original:

Foto von OkOk

Angel with a Dream – Practicing

with 2 days left before going into the studio to record “Music of Ghouls” I think it’s time to give you another short video about how I practice my songs with only voice and upright bass. the challenge is, of course, to get all the rhythms, harmonies and vocals under control at the same time…

well, this one you heard before here, but this is a video of me actually playing the whole song.

have fun with it…

Music of Ghouls recording experiment

as many of you already know, I like to do experiments in the musicindustry and regarding every aspect of music making. this whole site is dedicated to that.

so, for the recording of my current project Music of Ghouls I came up with the following scheme.

1. I pre-recorded most of the 12 songs in my own studio in munich, playing almost all the percussion tracks on the upright bass. the bass is the ideal instrument to not only play notes, but to make it screech and punch it anyway possible to get interesting sounds out of it. there’s a whole genre based on it. my favourite bassist being Joelle Leandre from paris, whom I had the pleasure studying with in 1998. check her out, she’s amazing.

so, about 10 of the 12 songs already have all the percussions tracks.

2. now I’m in new york and I decided to ask my friend Steve Blanco, if his new not-fitting-into-any-category 3 piece band (drums, keyboards, guitar) would like to record the album with me. instead of hiring freelance musicians and putting a band together I asked an existing band to play with me. this has one bis advantage, they’re well rehearsed, have good chemistry going on between them and they know what they are doing and what their sound is.
the aband is called El Chico Blanco, check them out.

3. since most of the percussion tracks are already done I only need drums on 2-3 songs, which I wanted to record live to get a live atmosphere on the tape. the other tracks will be only my percussions, bass, vocals, plus guitar and keyboards. the other 2 songs will be live band plus my vocals.

4. I decided that for the live tracks with the full band I don’t want to use any bass on the recording. I want the band sound of El Chico Blanco and I’m afraid I would water it down if I added my own bassplaying.

the recording process experiment: this is the real challenge here.

5. instead of doing rehearsals and then the recording I limited the time of both to 2 days. yes, two days to rehearse and record an entire album. we’re going to rehearse intensely in the mornings and record in the afternoon. this way everything we rehearsed stays fresh and the recording will still have that kind of raw and unpolished sound I aim for.
the big challenge here is the timeframe, of course. there’s no room for bullshit or distraction of any kind. we’re going in, set up, play our hearts out and that’s what you will get on the CD. another benefit of doing this is, that I can record the rehearsals, too, and maybe there’s a couple of tracks that can go on the CD as sort of a bootleg prior to the finished recording.

6. the rehearsals will hopefully be streamed live online. we still have to figure out the internet connection and how to best set it up. if all fails and the live stream is not possible I go to plan B, which is to video tape the rehearsals to provide a video for you of the creative process of those two days. I’ll let you kknow the status of the internet issue so you can all tune in when it happens.

this is a real challenge, because I set the timeframe very tight and I hope we can get everything on tape that needs to be recorded. I believe we can pull it off, because the band is excellent and the musicians are strong musical beasts with a fullhearted can-do mentality I’ve seldomly come across.

here are the dates:

August 18th & 19th 2010
Live Stream on the same days, times to be arranged.