Thursday, February 23, 2012
Bon Jovi Live

Bon Jovi Live

Dave Liebman sagt

Komponieren = Improvisieren in Zeitlupe

Ich übersetze das bezogen auf Live Shows:

Komponieren einer Show = Die Show in Zeitlupe

Eine Performance, ein Konzert, einen Gig, oder eben eine Show vorzubereiten ist wie das Komponieren eines Kunstwerkes.

Wenn Du die Vorbereitungen zu einer Show als Komposition eines Kunstwerks betrachtest anstatt als das Spielen der Songs auf der Setlist wird dieser Artikel verständlich.

Noch wichtiger ist es, die gesamte Show zu betrachten und nicht nur Deine Performance. Denn, egal welche Musik Ihr spielt, Pop, Rock oder Klassik, wenn Ihr Live auf der Bühne steht und für ein Publikum spielt seid Ihr Teil des Show Business, ob’s Euch gefällt oder nicht, es ist so. Also hört auf, nur an Eure Performance zu denken und denkt an Eure gesamte Show.

Das Thema bedarf meiner eignen Begriffsdefinition

Für den Musiker ist ein Konzert vornehmlich eine Performance. Für das Publikum ist ein Konzert eine Show. Und eine Show ist, was ihr Musiker komponieren müsst. Komponieren im Sinne von “Auf die Beine stellen”. Ganz einfach weil ein Publikum an dem Geschehen beteiligt ist, wird daraus eine Show und Eure Performance macht nur einen Teil dieser Show aus. Daneben gibt es unzählige andere Teile, die nicht Eure Performance betreffen, aber dennoch wichtige Bestandteile der Show sind.

Damit wir uns verstehen spreche ich also hier von einer Show, die sowohl Eure Performance als auch das Erlebnis des Publikums beinhaltet.

Bedeutung einer Show für Fans im Gegensatz zu Musikern

Fan: Show = Soziales Happening + Emotionales Highlight

Musiker: Show = Performance + Verantwortung

Die Fan-Gleichung unter der Lupe

Wann fängt für den Fan die Show an? Sie fängt zu dem Zeitpunkt an, zu welchem er von einem Konzert einer ihm nahestehenden Band erfährt. Fans fangen danach sofort an darüber nachzudenken, mit wem sie auf das Konzert gehen, wie es drt sein wird, was sie anziehen werden, dass sie sofort Tickets kaufen müssen, dass sie eventuelle ihre anderen Verabredungen verschieben müssen und vieles mehr.

Für den Fan fängt die Sow manchmal ein paar Tage, manchmal schon Monate vor dem eigentlichen Tag der Show an.

Die Show ist ein emotionales highlight im Leben der Fans. Sie erleben ein Spektakel zusammen mit ihren Freunden und zig anderen, die ebenfalls auf dem Konzert sind. Das ist ein Erlebnis, dass so bedeutend sein kann, dass es beim Fan ein Leben lang eingebrannt bleibt und von dem sie später noch ihren Kindern erzählen werden.

Als ich z.B. jung war und anfing, Musik zu spielen, war ich ein begeisterter Kiss Fan. Die Band war auf ihrem Höhepunkt in den 80′s und als sie auf Tour nach München kamen, lungerte ich den ganzen Tag bei der Konzerthalle herum in der hoffnung, Gene Simmons zu treffen. Nach dem Soundcheck kam eine Gruppe junger Burschen aus der Halle und einer davon fragte mich, wo sie wohl was zu Essen bekommen könnten. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihm (in meinem schlechten Schulenglisch) und dann gingen sie weiter. Erst später erkannte ich den jungen Mann wieder, nämlich als er auf der Bühne stand. Er war der Frontman der Vorgruppe. Sein Name: Jon Bon Jovi.

Für mich als Fan von damals, spielt das eine grosse Rolle wenn ich heute an dieses Konzert zurückdenke. Ich kann mich nicht mehr an die Setlist erinnern, oder andere Details der Kiss Show. Aber die kleine Unterhaltung mit Jon Bon Jovi habe ich nicht vergessen.

Diese übrigens wahre Geschichte zeigt, wie emotional das Live Erlebnis einer Band über die eigentliche Performance  hinaus sein kann.

Die Musiker Gleichung unter der Lupe

Für Musiker beginnt die Show zu dem Zeitpunkt, da der Gig voom Veranstalter oder Club zugesagt wird. Ihr müsst Euch jetzt Gedanken machen zur Logistik des Gigs, Promotion, Mailings, Social Media Aktionen, Kostüme (wenn Ihr welche habt), Outfit, Musik, Arrangements, Probentermine etc. Eben alles was nötig ist, dass die Show stattfinden kann.

Die gesamte Organisation dieser Teile nenne ich das Komponieren einer Show

Es genügt nicht, nur die Songs auszusuchen und eine Setlist zu schreiben. Ihr müsst Euch um alle Einzelheiten kümmern, um die Show zu einem unübertroffenen Highlight für Eure Fans zu machen.

Und darin liegt die Verantwortung. Nicht Ihr seid die eigentlich wichtigen, um die es sich zu kümmern gilt, sondern Eure Fans. Ihr habt die Verantwortung, Euren Fans das Erlebnis zu bescherern, auf das sie schon so lange hinfiebern.

Ihr Musiker müsst Euren gesamten Hirnschmalz und Leidenschaft in die Komposition der Show legen.

Denn am Ende, nach all dem Schweiss, den Ihr reingesteckt habt, sollte nur noch eine ganz einfache Gleichung dastehen. Und zwar diesselbe für Euch und Eure Fans.

Show = Relaxation

Um das zu erreichen müssen Musiker hart arbeiten, viel Zeit, Leidenschaft und Energie in die Sache stecken.

Happy composing!

(Photo von Viditu mit einer Creative Commons License)

 

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Leading the band, but please, not all the time!

Eine Band, die weiterkommen will braucht einen Bandleader. Demokratische Verhältnisse innerhalb einer Band sind super, aber ohne Bandleader gibt’s nur Chaos. Vor allem auf der Bühne. Das Publikum muss immer wissen, wer auf der Bühne die Führung hat.

Doch kein Bandmitglied kann immer die Führung haben, die Rollen müssen klar verteilt sein, sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen.

Jeder in der Band muss verschiedene Rollen übernehmen, musikalisch und im Business.

Verteilt die Rollen untereinander und jeder hat die Verantwortung, die jeweilg angenommene Aufgabe wie ein Bandleader auszufüllen. Egal ob Booking, Arrangieren, Stage Design, Solist, Sänger, Bassist etc…

Die Frage ist, was macht einen guten Bandleader aus? Hier einige Vorschläge, übernommen von Seth Godin

  • Bandleader sind großzügig (sie lenken das Licht auf die anderen in ihrer Umgebung)
  • Sie sind Helfer, die der Band neue Entdeckungen ermöglichen  (neue Ideen, Inspirationen)
  • Bandleader helfen der Band zu florieren
  • Bandleader gehen raus, ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Nicht für sich selbst sondern als Mittel zum Zweck
  • Sie äussern ihre Meinung
  • Sie hinterfragen Konventionen und untergraben sie wenn nötig
  • Bandleader beziehen Stellung
  • Sie sind mutig
  • Bandleader helfen der Band stärker zusammen zu wachsen
  • Bandleader geben der Band einen Sinn

Eine Band mit starken Bandleadern (nicht bloß Mitgliedern) hat bessere Chancen als jede herkömmliche Band

Happy leadership!

(Photo von Duke Yearlook unter einer Creative Commons License)

 

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Wenn Bands proben spielen sie meistens alle Songs von oben bis unten durch.

Dadurch werden die Songs Gewohnheiten. Wir spielen sie runter, ohne mehr zu hören was wir spielen, was die anderen spielen, ob vielleicht magische Momente entstehen. Hauptsache wir haben sie in der Probe gespielt. Fertig. Next.

Um Gewohnheiten im Proberaum zu verhindern und die Proben spannend zu halten gehört Abwechslung in den Probenalltag.

  • Spielt den Song von der Mitte ab (vor allem wenn ein Part nicht groovt wie Sau)
  • Spielt den Song in verschiedenen Tonarten (oder jede Strophe in einer anderen Tonart)
  • Spielt den Song instrumental, ohne Vocals (9 von 10 Bands können ihre Songs nicht spielen, wenn sie die Stimme nicht hören. Ich frag mich warum.)
  • Mini Concert: Immer zwei Bandmitglieder spielen einen Song für den Rest der Band. (Bass und Vocals, Gitarre und Drums etc.)
  • Spielt die Songs so langsam wie möglich ohne den Groove zu verlieren
  • Spielt die Songs so schnell wie möglich ohne auseinanderzufallen
  • Legt die Instrumente weg und singt die Songs (Jeder singt seinen Part)
  • Am Ende: Setzt den Song wieder zusammen. Wenn’s jetzt nicht anders oder besser ist, sucht Euch einen Job bei der Bank.

Happy rehearsals!

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Hier ist das Video der Performance Hacklwurf vom Hörgang Schwabing 2011:

Vielen Dank an Euch alle, die Ihr trotz schlechtem Wetter so zahlreich zu den Lesungen gekommen seid. Wenn Ihr weitere Updates unserer kommenden Hacklwurf Auftritte bekommen wollt, tragt Euch in den Newsletter ein.

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I’ll be playing at a Festival called Hoergang in Munich on 8 October 2011.

It is actually a reading.  The event is spread out over one borough of the city, artists and audience will wander from location to location. Performances are 15 minutes, with 15 minutes interludes for the new audience members to settle in. There are 18 locations total and 88 performances! Locations both mainstream and off the beaten track, some really off…(like the sewer canal we’ll be performing in)

For the event I teamed up with Munich poet Christopher Griebel, with whom I’m working on a bavarian crime story of quite bloody dealings in a small bavarian village.

The choice of locations for our blood thirsty knife throwing protagonists:

2x 15 minutes at a Sewer Canal (U-Bahn-Station “Alte Heide”/Einstieg gegenüber “Nahkauf-Markt” (Ungererstr. 130))

1 x 15 minutes at Heppel & Ettlich Theater (Feilitzschstr.12)

1 x 15 minutes at an old warehouse (Herzogstrasse 22)

Tickets are €10.- plus every guest receives a Wintermaerchen Audiobook from my label.

You’ll find the exact schedule and play times here.

 

 

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The thing I like most about playing live is that there are no rules. Of course, there are a million rules, but rule number one is always: Whatever happens on stage IS the show. And therefore I say, there are no rules.

Whatever you want your show to be, that’s what it can be.

In the words of Derek Sivers, “Build your own Utopia”. He refered to building a business such as CD Baby. He did it his way, with his personality poured into the company 100%.  His thank you email has become famous.

With that in mind,  go ahead and build your own Utopia, your own show. It’s your music, your show, you are the performer, so please don’t just do what you think is right, but instead create something so over the edge that people will start talking about it.

Build your own Utopia. Am I repeating myself?

Well, I guess it’s time to stop typing this blogpost and start building something.

 

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Act reflect, act reflect.

Pause in the rush of work and have a meeting with yourself.

I designed a videobased practicing helper, Musicians Mirror, that’s all about that. Work (using my laptops full screen as a mirror), reflect (videotaping myself and analyse to ID my best performances to build musicianship based on my strengths).

If you ask yourself: What is this thing I do all about? What do I want to achieve.

Are you on the right track? Do you need to redirect your efforts?

I think videotaping yourself is the best way to gain forward progress and the right momentum to keep your practicing on track and fun.

I’ve been working with my little helper for almost a year now and I’ve developed things in my playing and performance that wouldn’t have been possible with just practicing a routine.

In fact, it’s so much fun, that I’ll offer it as a sservice starting on September 1st 2011.

Ver excited about it.

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